eine etwas andere Geschichte

Simon war die ersten 3 Jahre in der Volksschule integriert, das war sicherlich für alle eine Herausforderung. Doch es war ein Punkt erreicht, an dem es Simon nicht mehr gut ging und wir uns nach einer alternativen Möglichkeit umschauen mußten. Wir entschieden uns für eine Landessonderschule, da diese Nachmittagsbetreuung und div. Therapien anbietet. Ich bin nicht gerade von Sondereinrichtungen begeistert, aber es gibt Situationen im Leben, wo man einen Schritt zurückgehen muß, da die Gesellschaft noch nicht soweit ist. In meinem Kopf bin ich immer noch Verfechter für Integration, doch man kämpft gegen Windmühlen.

Und doch blicke ich zuversichtlich nach vorne. Anna startete problemlos in die Volksschule und hat immer eine Lehrerin oder Stützkraft an ihrer Seite. Sie wird nach Sonderschullehrplan unterrichtet, sitzt aber gemeinsam mit den anderen Kindern in der gleichen Klasse. Es ist für alle ein Gewinn.

In meinem Wortschatz könnte das Wort Integration gerne gestrichen werden, wenn wenn man niemanden ausschließt, dann braucht man auch niemanden integrieren.

Österreichisches Bundesverfassungsgesetz, Allgemeine Bestimmungen, Artikel 7 (1)
Alle Bundesbürger sind vor dem Gesetz gleich. Vorrechte der Geburt, des Geschlechtes, des Standes, der Klasse und des Bekenntnisses sind ausgeschlossen. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Die Republik (Bund, Länder und Gemeinden) bekennt sich dazu, die Gleichbehandlung von behinderten und nichtbehinderten Menschen in allen Bereichen des täglichen Lebens zu gewährleisten.