eine etwas andere Geschichte

Bereits in der 23. Schwangerschaftswoche erfuhren wir, daß mit unserem ungeborenen Kind etwas nicht stimmt. Doch keiner konnte uns wirklich etwas darüber sagen. Der Rest der Schwangerschaft war mit Unsicherheit, Klinikaufenthalt geprägt und Simon wurde am 3.9.1996 spontan geboren. Er wurde uns sofort nach kurzer Begrüssung weggenommen und ich bekam ihn erst ca. 12 Stunden später das erste Mal so richtig zu Gesicht. Das Stillen wollte natürlich auch nicht so klappen und die Ärztin machte uns mit den Worten:" Ihren Sohn können Sie nur liebhaben - mehr ist da nicht" nicht gerade Hoffnung. Simon wurde komplett durchgecheckt, aber außer einem kleinen Kopfumfang konnte nichts festgestellt werden. So verließen wir gemeinsam das Wochenbett und es begann unser gemeinsames nicht immer leichtes Leben. Simon schrie viel und schlief wenig - das kostete uns viel Nerven. Auch die dauernden Klinikbesuche trugen nicht gerade zu einem streßfreien Familienleben bei. Es wurde festgestellt, daß das Gehirn nicht so angelegt ist, wie es eigentlich soll. Irgendwas von Kleinhirn war die Rede ... aber eine wirkliche Diagnose und Prognose konnte uns keiner machen.

Simon entwickelte sich langsam, er fing mit 2,5 Jahren an zu gehen und hat keine Lautsprache, er ist inkontinent und hat unkontrollierten Speichelfluß. Sein Entwicklungsrückstand ist massiv, aber sein lautes Lachen macht alles wieder gut. Simon schläft oft schlecht und ist eher hyperaktiv und ungeduldig. Aber man lernt damit umzugehen und haben uns ganz gut arrangiert. Seine fröhliche offene Art ist einfach ansteckend.

TOMATIS Musiktherapie, Delphintherapie, Botoxbehandlung gegen Speichelfluß,... Simon hat schon so einiges erlebt und wir werden euch gerne davon berichten.